Cinque Terre & Manarola – persönliche Erfahrungen und Tipps
Ein Ausflug nach Manarola in der Cinque Terre hat mich nicht nur an meine erste Italienreise erinnert, sondern auch zum Nachdenken über das Reisen selbst gebracht. Zwischen Schönheit, Tourismus und Erinnerungen sind daraus ganz persönliche Erkenntnisse entstanden.
Vor zwei Wochen sind der Signore und ich spontan nochmals nach Italien gereist. Unsere geplante „gemütliche“ Schwedenreise war dieses Jahr weniger entspannt als gedacht. Darum brauchten wir noch einmal eine Woche zum richtigen Durchatmen.
Unsere Wahl fiel auf Forte dei Marmi. Das ist gut erreichbar von der Schweiz, direkt am Meer und ideal für einen Abstecher nach Florenz, den wir natürlich genutzt haben (inklusive einer Shopping-Session des Signore, die zwar selten, aber dann zeimlich intensiv sind).
Den zweiten Teil unserer Ferien verbrachten wir in Südtirol. Dazu erzähle ich euch ein anderes Mal mehr.



Wie viel Reisen ist eigentlich „viel“?
In letzter Zeit wurde ich öfter darauf angesprochen, dass ich so viel unterwegs sei. Das hat mich nachdenklich gemacht.
Als ich nachgerechnet habe, wurde mir klar: Es sind übers Jahr verteilt maximal fünf Wochen – also genau das, was mir auch zusteht. Der Unterschied liegt vielleicht darin, dass ich meine Reisen bewusst erlebe, intensiv nutze und hier mit euch teile.
Dabei war ich als Kind das komplette Gegenteil. Ich wollte nie weg, sondern immer nur zu Hause bleiben. Spannend, wie sich das Leben verändert.
Manarola in der Cinque Terre
Ein besonders eindrücklicher Moment unserer Reise war der Ausflug nach Manarola in der Cinque Terre.
Obwohl die Hochsaison eigentlich vorbei war und das Wetter durchzogen, empfand ich den Ort als sehr voll. Und obwohl ich selbst Teil dieses Tourismus bin, fällt es mir manchmal schwer, diese Realität zu akzeptieren.
Der Signore und ich machen es jeweils so: Wir schauen uns die Orte an, geniessen die Atmosphäre, machen ein paar Bilder und ziehen dann weiter. Für längeres Verweilen ist es mir oft schlicht zu belebt.
Trotzdem war es mir wichtig, ihm die Cinque Terre zu zeigen.
Eine Reise zurück zur 16-jährigen Pinella
Ich war mit 16 Jahren bereits im Rahmen einer Wanderwoche mit der Schule dort. Es war meine erste richtige Begegnung mit Italien. Damals habe ich auch zum ersten Mal Pisa und Lucca gesehen.
Und plötzlich, in Manarola, war sie wieder da die 16-jährige Pinella.
Ich war ihr ganz nah.
Und weisst du was? Ich bin unglaublich froh, dass ich heute nicht mehr in dieser Lebensphase bin. Diese Zeit war für mich geprägt von Unsicherheit, von Umbrüchen und von vielen Fragen.
Was mir diese Reise gezeigt hat
Gerade dieser Moment hat mir bewusst gemacht, wie gut sich vieles in meinem Leben gefügt hat. Dinge, die mich früher verunsichert oder traurig gemacht haben, erscheinen heute in einem ganz anderen Licht. Es tut gut, ab und zu zurückzuschauen – besonders dann, wenn das Leben gerade wieder herausfordernd ist.
Und noch etwas hat mich berührt: Schon als junge Teenagerin habe ich den Zauber Italiens gespürt. Das macht mich heute fast ein bisschen stolz.
Tipps für deine Reise in die Cinque Terre
Falls du jetzt Lust bekommen hast, die Cinque Terre selbst zu entdecken, hier meine persönlichen Tipps:
Reisezeit: Am besten in der Nebensaison (Frühling oder Spätherbst) – weniger Touristen, genauso schön
Wandern: Unbedingt! Die Küstenwege sind spektakulär
Natur geniessen: Zitronenbäume, grüne Hügel und der Blick aufs Meer sind unvergesslich
Ich wünsche dir einen wundervollen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
Herzlichst,deine Signora Pinella



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